Argentinien: Streit um Wahlkampffoto mit Papst

Die Opposition in Argentinien will juristisch gegen ein Wahlplakat von Cristina Kirchners Regierungspartei «Frente para la Victoria» mit Papst Franziskus vorgehen.


Juan Carlos Blumberg, Kandidat des oppositionellen Bündnisses «El Movimiento», forderte zudem laut argentinischen Medien vom 4. August, die Wahlaufsichtsbehörde müsse eine unautorisierte Nutzung von Bildern des Papstes zu politischen Zwecken künftig unterbinden.

Hintergrund ist eine Plakatkampagne in Buenos Aires, die den Spitzenkandidaten der «Frente para la Victoria», Martin Insaurralde, mit Papst Franziskus beim Weltjugendtag in Rio de Janeiro zeigt. Insaurralde hatte gemeinsam mit Staatspräsidentin Kirchner am Schlussgottesdienst teilgenommen. Die Begegnung mit Franziskus begründete Insaurralde damit, dass er dem Kirchenoberhaupt über seine Heilung von einer Krebserkrankung berichten und Gott danken wollte. Im Oktober finden in Argentinien Parlamentswahlen statt.