Anwalt will Prozess gegen Jesus neu aufrollen

Ein Anwalt aus Kenia will den Prozess Jesu neu aufrollen. Dola Indidis habe eine entsprechende Petition an den Internationalen Gerichtshof in Den Haag gerichtet, berichtete die israelische Zeitung «Jerusalem Post» (Online-Ausgabe) am 31. Juli.


Prozess und Kreuzigung von Jesus Christus seien rechtswidrig gewesen,
so seine Begründung. Seine Klage richtet sich gegen den römischen
Kaiser Tiberius, der zur Zeit Jesu regierte, den römischen
Statthalter Pontius Pilatus, unter dem Jesus gekreuzigt wurde, den in
der Bibel erwähnten Herrscher Herodes, sowie die Staaten Italien und
Israel. Der afrikanische Jurist will die Nachfolge-Staaten der damals handelnden
Regierungen zur Rechenschaft ziehen. Er habe den Prozess eingeleitet,
weil er nachträglich Gerechtigkeit für den Mann aus Nazareth fordere,
sagte der Kenianer.

Indidis betonte die Ernsthaftigkeit seines Vorhabens. Er hoffe,
dass ein neuer Prozess um Jesu noch in seiner Lebenszeit
abgeschlossen werde. Wie ein Sprecher des Internationalen Gerichtshofs
der britischen Justiz-Website «LegalCheek» erklärte, sei Den Haag
jedoch für diesen Fall absolut nicht zuständig. Es gebe noch nicht
einmal eine theoretische Möglichkeit, dass der Fall überhaupt geprüft
werde.