Ein Bewegungsmelder sorgt für Licht. Die Tür fällt ins Schloss. Ein metallischer Klang beim Verriegeln. Plötzlich Einsamkeit. Eine Lüftung summt. Ein Kleiderhaken, Klobürste, zwei Ersatzrollen auf dem Spülkasten – mehr gibt es nicht. Der WC-Papierhalter aus Chromstahl reflektiert das dezente Türkis dieser WC-Kabine, stellvertretend für so viele andere stille Örtchen landauf, landab.
Noch vor allen «Räumen der Stille» gab es die stillen Örtchen. Auf Französisch nennt man sie auch «Retirade» (Ort des Rückzugs). Hier kann man hin, wenn man es nicht mehr aushält, wenn man vor den Menschen, dem Gedränge, vielleicht nur einer Sitzung oder einem Apéro flüchten muss. Hier gibt es Erste Hilfe vor dem Überdruss, vor dem «Zuvielvonallem». Der Raum ist nach oben offen. Die Gedanken können entweichen.
Erleichterung. Das Geschäft ist erledigt, der Spülkasten füllt sich leise rauschend. Handy einstecken, aufstehen, Türe öffnen, Hände waschen. Am Lavabo ein Blick in den Spiegel. Bin ich das?
Nächster Raum der Stille: der «Sphere room» des Wirtschaftsprüfers PwC