Ein Zimmer mit Dusche, WC, Waschbecken. Mittendrin der Floating-Tank: Ein futuristischer Kokon aus Kunststoff, gefüllt mit 650 Liter Salzwasser, erwärmt auf Körpertemperatur.
Man steigt hinein, legt sich aufs Wasser, schliesst den Deckel, schaltet das Licht aus. – Völlige Dunkelheit und Stille. Nur das Herz hört man pochen. – Einatmen. Ausatmen.
Langsam stellt sich ein Gefühl von Schwerelosigkeit ein, die Körpergrenze löst sich auf, das Zeitgefühl ebenso. Man treibt, floatet eben. Auch die Gedanken floaten, stehen still oder entfallen.
An keinem anderen Ort sei eine derart tiefe Entspannung für alle Muskelgruppen zu erreichen, behauptete der US-Neurophysiologe John C. Lilly. Er entwickelte Mitte der Fünfzigerjahre erste Floating-Anlagen, um die Aktivität des Gehirns zu untersuchen, wenn es völlig von Aussenreizen abgeschirmt ist.
Nach einer Stunde blinkt ein Licht in der Kapsel, die Zeit ist um. Man öffnet den Deckel, steigt hinaus. Und ist im besten Fall wieder ganz bei sich.
Nächster Raum der Stille: das stille Örtchen
Zu den bereits erschienenen Räume der Stille