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Auf der Suche nach den Trauben im Winter. Eine Meditation zu Ostern <mehr dazu>

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„Oltiger Märt“ für’s Himmelreich

Es gab Zeiten, da fand ein Markt nur an bestimmten Orten statt. Es waren Marktorte, meist Städte, in denen der Handel mit Gütern erlaubt und kontrolliert war. Diese Marktplätze, die dann bald einmal an wirtschaftlicher Bedeutung gewannen, wurden bald einmal befestigt, denn der Wohlstand musste in der Stadt bleiben. An diesen Orten, den wichtigen Marktplätzen wurden auch die grossen Kirchen gebaut, die Kathedralen, die Münster, die Basiliken. Das war weiter kein Wunder, denn wo die Händler Gewinne erwirtschafteten, blieb auch etwas für’s Himmelreich übrig.

Die Oltiger Niklauskirche ist aber seit dem wachsenden Erfolg des Oltiger Märts keinen Zentimeter gewachsen! Bleibt denn heute auch etwas übrig vom Gewinn für’s Himmelreich? Aber sicher! Gewiss und noch mehr als das.

Wer über den sanften Hügelzug am 18. und 19. Mai ins kleine Oberbaselbieter Dorf kommt, taucht in ein fröhliches Gewimmel einer unüberschaubaren Menschenmenge ein. Kinder rennen zwischen den Beinen durch, lachende Tischgesellschaften verteidigen hartnäckig ihre Sitzplätze, Adhoc Chöre und Musikanten trällern ihre Lieder über die Hofplätze und Bastelfreaks verstopfen die Hauseingänge auf der Suche nach neuen Ideen. Und alle freut‘s! Und diese Freude ist’s was übrigbleibt für’s Himmelreich.

Das Himmelreich ist nicht aus Stein gebaut, es sind die Menschen, die sich am Leben freuen, die glücklich sind und sich für das Wohl der Gemeinschaft einsetzen. Mit Freude baut man das Himmelreich. Und wenn auch alle mit hoffentlich leeren Geldbeuteln wieder nach Hause gehen, so nehmen sie doch ein Herz mit etwas himmlischer Freude und einem kleinen Stückchen Himmelreich nach Hause. Wenn das keine gute Investition ist.

Gottesdienst am "Oltiger Märt"