Sozialwerk Pfarrer Sieber übernimmt das Patronat von «Essen für alle»

Die Lebensmittelverteilaktion «Essen für alle» wurde während der Corona-Pandemie von einem Asylsuchenden gegründet. Ab sofort ist nun das Sozialwerk Pfarrer Sieber für das Projekt verantwortlich.


Bislang konnte das Projekt «Essen für alle» die Räumlichkeiten der Autonomen Schule Zürich (ASZ) nutzen. Nun nimmt die ASZ ihren Betrieb wieder auf und benötigt die Räume selbst. Deshalb übernimmt nun das Sozialwerk Pfarrer Sieber das Patronat des Projekts, wie es in einer Medienmitteilung vom 9. Juli heisst. Die Organisation stellt «Essen für alle» Räume zur Verfügung und unterstützt die Initiative personell und materiell. Für die Bezüger ändere sich abgesehen vom Bezugsort nichts.

Initiative eines Asylsuchenden

Während der Corona-Pandemie mussten viele Gassenküchen schliessen, was Randständige in Schwierigkeiten brachte. Der aus Guinea stammende Asylsuchende Amine Conde rief deshalb das Projekt «Essen für alle» ins Leben. Zuerst spendete eine Firma Mahlzeiten, dann kamen Geldspenden hinzu. Er und zahlreiche Freiwillige verteilen nun wöchentlich rund 1000 Pakete mit  gespendeten und gekauften Grundnahrungsmitteln. Amine Conde bleibt weiterhin für «Essen für alle» engagiert. Wie das Projekt weiterentwickelt werde, hänge von den sozialen Entwicklungen im Kontext von Corona ab. (mos)