Kirchen lancieren Oster-Aktion

Wegen der Corona-Krise spannen die grossen Kirchen in der Schweiz zusammen. Sie wollen für Ostern ein Zeichen der Hoffnung und Solidarität setzen.


Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Osterfeiern: So fallen Gottesdienste und Rituale aus. Laut einer Medienmitteilung vom 26. März führen deshalb die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS), die Schweizer Bischofskonferenz SBK, die Christkatholische Kirche, die Schweizerische Evangelische Allianz SEA und der Verband freikirchlicher Gemeinden VFG erstmals eine gemeinsame Oster-Aktion durch.

«Lichtblick Ostern»

Kirchen und Kirchgemeinden in der ganzen Schweiz beteiligten sich dabei unter dem Motto «Lichtblick Ostern» an vier miteinander verbundenen Aktionen. So laden die Kirchen ein, jeweils am Donnerstagabend um 20 Uhr Kerzen auf den Fenstersimsen anzuzünden und zu beten, für die Erkrankten, ihre Angehörigen, das Pflegepersonal und die Menschen in der Isolation. «Jetzt ist es wichtig, niemanden zu vergessen, der einsam ist, der Hilfe braucht oder Angst hat», so EKS-Präsident Gottfried Locher.

Ausserdem sollen schweizweit am Gründonnerstag um 20 Uhr alle Kirchenglocken läuten, sowie am Ostersonntag um 10 Uhr. Als weitere Aktion wollen Kirchgemeinden am Karsamstag um 20 Uhr Osterlichter entfachen und die Menschen zu Hause Kerzen anzünden. Dies sei ein Zeichen für die Auferstehung.

Drohende Corona-Krise für Flüchtlinge

Mit der Osterkollekte wollen die Kirchen dieses Jahr Flüchtlinge unterstützen. Die EKS empfiehlt dafür zwei Projekte, eines in Syrien und eines auf der griechischen Insel Lesbos. In Griechenland brauche es medizinische Hilfsgüter, gerade angesichts der drohenden Corona-Krise. In Syrien unterstütze die EKS die Arbeit des Heks, das für Vertriebene und Flüchtlinge Nothilfe leistet. (mos)