Berufsverbot gegen «Bruder Beno»

Beno Kehl, bekanntester Franziskaner der Schweiz, darf nicht mehr ehrenamtlich in der katholischen Kirche tätig sein, weil er eine Familie hat. Dies schreibt der «Tages-Anzeiger» am 5. März.

Beno Kehl an der Langstrasse.
Beno Kehl an der Langstrasse. (Bild: Screenshot Youtube)

Bischof Felix Gmür lasse Beno Kehl nicht mehr in der Pfarrei Lommis TG als Seelsorgemitarbeiter tätig sein, weil dieser ein ehemaliger Franziskaner und heute verheiratet sei, schreibt der «Tages-Anzeiger».

Neben Abt Martin Werlen sei Kehl viele Jahre lang der Mönch mit der grössten öffentlichen Beachtung gewesen. Der gelernte Schreiner wurde als Gassenarbeiter im Zürcher Drogenmilieu bekannt.

Der Basler Bischof, der auch für den Thurgau zuständig ist, habe nun dem laisierten Ordensmann die Missio verweigert (die kirchliche Beauftragung). Der Personalverantwortliche habe Kehl mitgeteilt, der Bischof halte sich an den Beschluss seines Vorgängers Kurt Koch, wonach Ordensleute nach einem Laisierungsverfahren nicht im pastoralen Dienst des Bistums Basel tätig sein dürften.

Kehl beteuert gegenüber der Zeitung, nie ein böses Wort gegen die Kirche gesagt, höchstens an die Reformbedürftigkeit gewisser Strukturen erinnert zu haben. Darum schmerze ihn das Berufsverbot vom Bischof.