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Historische Papst-Entschuldigung an verfolgte Waldenser

Papst Franziskus im Rampenlicht.
(Bild: Wikipedia/Alfredo Borba) Papst Franziskus im Rampenlicht.

Hunderte Jahre nach ihrer Verfolgung durch die katholische Kirche hat Papst Franziskus die Glaubensgemeinschaft der Waldenser um Verzeihung gebeten.

«Ich bitte euch vonseiten der katholischen Kirche um Vergebung für all jene unchristlichen, ja unmenschlichen Handlungen und Einstellungen, die wir in der Geschichte gegen euch gerichtet haben», sagte der Argentinier am Montag in Turin, wo er als erster Papst eine Waldenser-Kirche besuchte. «Im Namen Christi, vergebt uns», ergänzte der 78-Jährige.

Die katholische Kirche hatte die christlichen Reformatoren der Waldenser vor Hunderten Jahren ausgeschlossen und als Ketzer verfolgt. Die Religionsgruppe tat etwa 45’000 Mitglieder und ist vor allem in Italien und Südamerika verbreitet.

«Wenn wir über unsere Geschichte nachdenken, können wir nicht anders, als traurig werden angesichts der Konflikte und der Gewalt, die im Namen des eigenen Glaubens verübt wurden», sagte Franziskus bei dem Besuch. (sda)

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