Sterbehilfe

Hans Küng: «Dritter Weg» bei der Sterbehilfe

Der Theologe Hans Küng (85) ist bereit, die Dienste einer Sterbehilfeorganisation in Anspruch zu nehmen, «gerade weil ich an ein ewiges Leben glaube». Küng, der an Parkinson leidet, spricht sich für einen «Dritten Weg» in der Sterbehilfediskussion aus.

Küng, der an der Parkinson-Krankheit leidet, beabsichtigt, die Dienste einer Sterbehilfeorganisation in Anspruch zu nehmen. In einem Interview mit der Agentur Kipa verweist er auf das letzte Kapitel seines letzten Memoirenbands «Erlebte Menschlichkeit». Dort geht er ausführlich auf das Thema ein. Küng schlägt einen «Dritten Weg» in der Sterbehilfe vor.

Denn es gehe nicht einfach darum, wie viele «Ungläubige» zu denken, man sterbe in ein Nichts hinein, oder wie viele «Abergläubische», man dürfe zu seinem eigenen Sterben nicht beitragen. «Gerade weil ich an ein ewiges Leben glaube, meine ich, dass ich mein zeitliches Leben nicht länger ausdehnen muss», sagte der Theologe.

Der Mensch sei bis zum Ende für sein Leben verantwortlich. Küng geht nicht davon aus, dass der «gute Schöpfergott eine Reduktion des menschlichen Lebens auf ein rein biologisch-vegetatives Leben verfügt». Es sei zudem falsch zu meinen, man müsse alles als «gottergeben» hinnehmen.

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