Mitgliedschaft

Ein Mädchen rutscht auf einer Rutschbahn in einer Kirche. (Bild Reformierte Medien) Sie müssen nicht in die reformierte Kirche rutschen, Sie können auch ganz normal eintreten.

Bei der Mitgliedschaft zeigt sich der volkskirchliche Charakter der reformierten Kirche besonders deutlich: Mitglied der reformierten Kirche wird man in der Regel dadurch, dass man als Kind von reformierten Eltern geboren wird.

Zeichen dieser Mitgliedschaft ist in der Regel die Taufe: Sie ist das christliche Ritual der Aufnahme in die Gemeinde. In den meisten Kantonalkirchen können Kinder auch dann als Mitglieder geführt werden, wenn sie nicht getauft wurden, solange ihre Eltern Mitglieder sind. Die Mitgliedschaft ist nicht an ein bestimmtes äusseres Zeichen der Zustimmung, des öffentlich dargelegten Glaubens gebunden.

Rechte und Pflichten

Wer Mitglied der reformierten Kirche ist, hat ein Anrecht auf kirchliche Taufe, Hochzeit und Beerdigung. Mitglieder erhalten das Stimmrecht sowie das aktive und passive Wahlrecht (mit 16 Jahren; in den meisten Kantonalkirchen auch ohne Schweizer Staatszugehörigkeit). Mitglieder bezahlen zudem die Kirchensteuer (ab dem Zeitpunkt, an dem die Staatssteuerpflicht beginnt).

Eintritt

Wollen Sie in die reformierte Kirche eintreten? Nehmen Sie Kontakt mit dem Pfarramt Ihrer Kirchgemeinde auf.

Interaktive Karte der Kirchgemeinden.

Für die Kantone Aargau, Baselland, Solothurn und Zürich können Sie auch ganz einfach über die Website kircheneintritt.ch eintreten

kircheneintritt.ch

Wiedereintritt

Wenn Sie früher aus der reformierten Kirche ausgetreten sind und nun wieder eintreten möchten, teilen Sie dies der Kirchenpflege Ihrer Kirchgemeinde mit (am besten schriftlich).

Austritt

Mitglieder können jederzeit und ohne Begründung ihren Austritt aus der jeweiligen Kirche erklären. Wenn Sie zum Austritt entschlossen sind, schreiben Sie eine handschriftlich unterzeichnete Austrittserklärung an den Präsidenten/die Präsidentin der Kirchenpflege Ihrer Kirchgemeinde.
Es empfiehlt sich, eine Kopie zur Kenntnis an die politische Gemeinde zu senden. Im Brief sollen die Austrittserklärung sowie die Personalien stehen.
In der Regel nimmt ein Pfarrer/eine Pfarrerin mit Ihnen Kontakt auf. Der Austritt wird, sofern er bei einem Gespräch nicht zurückgezogen wird, von der Kirchenpflege bestätigt.