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Ostern: gemeinsames Datum

Christen und Kirchen zu weiterer Arbeit an gemeinsamem Osterdatum ermutigt Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Pastor Dr. Olav Fykse Tveit, hat Christen in aller Welt dazu ermutigt, dem diesjährigen Osterfest ein klares ökumenisches Profil zu geben und weiter an einem gemeinsamen Osterdatum zu arbeiten. Er wies darauf hin, dass Ostern dieses Jahr für die östlichen wie auch die westlichen Traditionen auf denselben Tag, den 24. April, fällt. „In einer Welt, die durch Armut und Gewalt gespalten ist, ist es wichtig, dass wir eins sind in unserem Zeugnis vom gekreuzigten und auferstanden Christus, und zwar in Worten und Taten“, erklärte Tveit. „Wir freuen uns, dass Christen der östlichen und westlichen Traditionen die Auferstehung des Herrn dieses Jahr am selben Tag feiern.“

Da das Osterdatum entweder nach dem Julianischen Kalender – wie von den meisten orthodoxen Kirchen - oder dem Gregorianischen Kalender berechnet wird, feiern Christen der östlichen und westlichen Traditionen Ostern oft an unterschiedlichen Sonntagen.
In den vergangenen zehn Jahren ist das Osterfest für alle Christen fünfmal auf denselben Tag gefallen. In den kommenden Jahren wird das weniger oft der Fall sein: Die nächsten gemeinsamen Ostertermine wird es erst 2017 und 2025 geben.
In den 1980er Jahren wurde auf panorthodoxer Ebene intensiv an der Suche nach einem gemeinsamen Osterdatum gearbeitet, aber da viele der betroffenen Kirchen in der damaligen Zeit unter kommunistischen Regimes lebten, war die Umsetzung schwierig. Diese Arbeit wurde auf einer gemeinsam vom ÖRK und dem Rat der Kirchen im Mittleren Osten organisierten Konsultation 1997 in Aleppo (Syrien) wieder aufgenommen, die eine Methode zur Berechnung eines gemeinsamen Osterdatums vorschlug.
„Ich hoffe, dass Christen unterschiedlicher Traditionen im kommenden Jahrzehnt vertrauensvoll und in gegenseitiger Rechenschaftspflicht gemeinsam daran arbeiten werden, auf der Grundlage des Aleppo-Dokuments Übereinstimmung über ein gemeinsames Osterdatum zu finden“, betonte Tveit.
In dieser Woche wiederholte der ÖRK-Generalsekretär einen Aufruf, den er bereits im Januar während der Gebetswoche für die Einheit der Christen lanciert hatte: Christen sollten erwägen, sich in den 50 Tagen nach der Feier der Auferstehung Christi von den Toten gegenseitig zu einfachen Mahlzeiten einzuladen.
„Solche Mahlzeiten könnten in beeindruckender Weise Gottes Liebe feiern und zeigen, dass wir „eins“ sind – indem wir uns gegenseitig einen Vorgeschmack auf Gottes Reich der Gerechtigkeit und Freude geben“, sagte Tveit. „Dies wäre eine Möglichkeit, wie wir unserer Feier des auferstandenen Herrn ökumenisches Profil geben könnten.“
„Könnten diese Mahlzeiten nicht vielleicht sogar für die ganze Gemeinschaft, in der wir leben, bereitet werden? Wenn wir gemeinsam an einem Tisch sitzen, lernen wir uns anders kennen, wir reden miteinander, lernen voneinander, lachen, praktizieren Gemeinschaft … und brechen das Brot miteinander.“
Häufig gestellte Fragen zum Osterdatum
Aleppo-Dokument (auf Englisch)

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Der Ökumenische Rat der Kirchen fördert die Einheit der Christen im Glauben, Zeugnis und Dienst für eine gerechte und friedliche Welt. 1948 als ökumenische Gemeinschaft von Kirchen gegründet, gehören dem ÖRK heute mehr als 349 protestantische, orthodoxe, anglikanische und andere Kirchen an, die zusammen über 560 Millionen Christen in mehr als 110 Ländern repräsentieren. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen Kirche. Der Generalsekretär des ÖRK ist Pfarrer Dr. Olav Fykse Tveit, von der (lutherischen) Kirche von Norwegen. Hauptsitz: Genf, Schweiz.

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Christen und Kirchen zu weiterer Arbeit an gemeinsamem Osterdatum ermutigt
Zur Veröffentlichung frei: 14 April 2011

Von: oerk

Datum: 14.04.2011