Herzlich willkommen in der reformierten Kirchgemeinde Nidau!


Die Kirchgemeinde Nidau besteht aus fünf Pfarrkreisen und umfasst die vier politischen Gemeinden Bellmund, Ipsach, Nidau und Port. Vier deutschsprachige Pfarrämter, mehr als 30 Mitarbeitende und eine grosse Zahl von Freiwilligen gestalten das kirchliche Leben.

La paroisse de Nidau est bilingue, et la communauté romande a un poste pastoral qu'elle partage avec la paroisse française de Bienne. 

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Wie soll ich Dich empfangen …?

Handyantenne

… sicher nicht mit dem Handy, oder?

Wir stehen in der Adventszeit und sind so quasi in Erwartung oder im besonderen Mass auf Empfang. Auf Empfang für Besonderes aus der un­sichtbaren Welt. Einer Welt, die wir mit dem Smartphone nicht errei­chen können, sei es noch so smart. Deshalb: Wie denn soll oder kann ich Dich empfangen?

Um etwas oder jemanden zu empfangen, sollte ich eventuell los­lassen, Raum schaffen für etwas Neues, Anderes. Oft kann ich gar nichts Neues empfangen, weil ich mich viel zu fest an etwas klammere, das mich daran hindert, Ausschau zu halten.

Am Ende des Reformationsjahres darf ich mir die Frage erlauben, was ich denn loslassen sollte, um bereit zu sein, etwas Neues zu empfangen. Warum nicht mal, wenn auch nur für eine gewisse Zeit, das Smartphone? Denn das bietet mir vorläufig jeden­falls noch keinen Empfang mit … Stopp, um Wen oder was geht es überhaupt? Wen oder was erwarte ich oder soll ich empfangen?

Das Licht der Welt, Jesus Chris­tus, den Sohn Gottes, der vor ein paar Jahren den Himmel, seine Hei­mat verlassen hat, um zu uns zu kommen. Wow, da soll also der ge­kommen sein, der das ganze Univer­sum geschaffen hat, Gott? Wenn dem so ist, sollte ich mir eventuell wirklich überlegen, ob da nicht ein Frühlingsputz bei mir nötig ist. So eine Art Reformation meiner selbst? Es gibt dazu wertvolle Informatio­nen im Internet unter www.bibel.ch, oder so. Hoppla, nun bin ich doch wieder bei diesen technischen Gerä­ten angelangt.

Loslassen, Verlassen meiner Komfortzone, reformieren, das kann auch heissen, alten, mir liebgewon­nenen «Grümpel» zu entsorgen oder Gedankengebilde, hinter denen ich mich bequem verstecken kann, zu hinterfragen. Ich glaube allein der Gedanke befreit mich dazu, mehr auf Empfang zu stellen, offener zu werden für etwas Neues, Anderes. Etwas, das Licht ins Dunkle, in das verstaubte Lebensgrau, hinein­bringt.

Christus hat seine Komfortzone, den Himmel, verlassen, um in das Dunkle dieser Welt Licht zu bringen. Mit neuen Ideen und vor allem mit viel Liebe statt Hass, Verständnis statt Ablehnung und Hingabe statt Ignoranz.

Warum nicht mal in der Advents­zeit ein Kirchengesangbuch zur Hand nehmen und das Lied 367 von Paul Gerhard lesen, das mich zu die­sen Zeilen inspiriert hat – siehe Ti­tel. Vielleicht können Sie es sogar auf Ihr Smartphone runterladen …

OK, ich kann ja zwischendurch doch mal, vielleicht wieso nicht …

Ich wünsche Ihnen jedenfalls eine Antenne auf Empfang für eine besinnliche Advents- und Weih­nachtszeit.

CHRISTOPH KAESLIN, SOZIALDIAKON

BILD: GABI SCHOENEMANN / PIXELIO.DE