Herzlich willkommen in der reformierten Kirchgemeinde Nidau!


Die Kirchgemeinde Nidau besteht aus fünf Pfarrkreisen und umfasst die vier politischen Gemeinden Bellmund, Ipsach, Nidau und Port. Vier deutschsprachige Pfarrämter, mehr als 30 Mitarbeitende und eine grosse Zahl von Freiwilligen gestalten das kirchliche Leben.

La paroisse de Nidau est bilingue, et la communauté romande a un poste pastoral qu'elle partage avec la paroisse française de Bienne. 

Wir freuen uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

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«Du, stell dir vor …» «Nein, jetzt nicht!»

Sanduhr

«Können wir kurz darüber reden?» «Ich habe jetzt keine Zeit, lass uns das nächste Woche machen.» «Ich wollte Dir erzählen, …» «Du, es passt gerade gar nicht, heute Abend viel­leicht!»

Diese Wortwechsel könnten wir alle unendlich weiterschreiben. In der einen Position, aus der anderen Position. Kennen wir! Und auch, wie es sich anfühlt, wenn es anders läuft. «Ja, erzähl …» «Komm, wir set­zen uns hier hin, dann können wir reden.» Wie gut das tut. Der schöne Ausdruck «Zeit schenken» macht das deutlich. Es ist mehr als gerade mal zuhören.

Zeit verweigern

Wir machen das oft gar nicht extra. Wir merken es einfach gar nicht. Zu sehr im Eigenen, zu beschäftigt, in Gedanken weit fort. Das Kind möch­te erzählen und wir sagen: «Später, mein Schatz!» Und vergessen es vielleicht gerade wieder. Es wäre aber möglicherweise wichtig gewe­sen. Das Kind hat sich einen Ruck gegeben, um uns etwas anzuver­trauen. Der Partner wollte endlich mal etwas ansprechen. Da gehen Chancen ungenutzt vorbei und der, der reden wollte, resigniert womög­lich. Probiert es nicht noch einmal. Vor allem, wenn das Vertrösten, das «nein, jetzt nicht» häufiger vor­kommt.

Zeit schenken

Es ist Zuwendung und Beziehung. Dein Zuhören ist ein Geschenk für mich. Selbst wenn es sich um Klei­nigkeiten, um beruflichen Aus­tausch, um sachliche Informationen handelt. Miteinander kurz über et­was zu reden, ist ein Geschenk. Eine gegenseitige Zuwendung von Auf­merksamkeit. Wir könnten uns also auch bewusst bedanken, wenn gera­de etwas im Vorübergehen zu klären war, wenn der Rückruf auf unsere Anfrage prompt geschieht. Wir müs­sen nicht erst Zeit gewinnen, um et­was füreinander übrig zu haben. Wir können uns Zeit schenken. Ich bin ja davon überzeugt, dass Zeit schen­ken sogar noch wertvoller ist als Geld schenken. Und wenn ich mir erlaube, den Fluss meines Tätigseins zu unterbrechen und mir selbst Zeit schenke, kommen die besten Entdeckungen. Geduld, Freundlich­sein, Ruhe – heute schenke ich mir und anderen ein bisschen Zeit.

Ich wünsche allen die Lust, Zeit zu verschenken, und die Freude, Zeit geschenkt zu bekommen.

PFARRERIN URSULA HOLTEY

BILD: JOHN RAETZ / PIXELIO.DE