Einer nach dem andern: Religiöse Witze aus der Sammlung von Roman Angst

Was gibts denn da zu lachen? Kinder in Westbengalen, der Grösse nach. (Bild epd)

 

O du meine Göttin! Jüdische Witze, Pfarrers-, Himmels- und andere Witze: Hier eine Auswahl aus der Witztruhe von Roman Angst, Seelsorger an der Zürcher Bahnhofkirche.

 


Wissen Sie, wie der liebe Gott heisst? Ernst Gross! Warum? In der Bibel heisst es: „Wer mich mit ERNST anruft, wird erhört werden. Denn mein Name ist GROSS.“

 


Vom Rabbi wird erzählt, dass er einmal eine Strasse entlang ging. Da fällt ihm etwas auf den Hut – von einem Vogel. Er bleibt verwundert stehen und blickt in den Himmel. Dann bemerkt er missmutig: „ … und für die Goijim (Nichtjuden) singen sie!“

 


Auf einer Flussfähre begegnen sie sich, der Reisende dem Bauern, der an einem Strick einen Esel führt und mit einem Priester im Gespräch ist. Der Esel zittert am ganzen Leib. Das Herz des Reisenden schmilzt ob dieser zitternden Kreatur. Er unterbricht das Gespräch des Bauern und fragt: „Warum zittert dieser Esel so? Ist er krank?“ Die Antwort des Bauern ist eine Frage: „Würden Sie nicht auch zittern, wenn sie einen Strick um den Hals hätten und ein Priester bei ihnen stehen würde?“

 


Jesus streift durch das Paradies. Dann sieht er einen traurigen alten Mann. Dieser ist ganz in sich gekehrt und weint. Jesus will ihn ansprechen. Aber irgendwie ist er seiner Sache nicht sicher. Vielleicht ist der alte Mann so überwältigt von der Herrlichkeit des Paradieses, dass er darum weint. Er lässt ihn darum in Ruhe. Nach einer Woche kommt er wieder. Der alte Mann ist immer noch ganz in sich gekehrt und weint. Jetzt setzt sich Jesus neben ihn, nimmt die gleiche Haltung ein und übernimmt auch den Rhythmus des Atmens. Dann spricht er ihn an: „Du bist im Paradies! Du kannst essen und trinken, ein Musikinstrument spielen, dich amüsieren, tun, was immer dein Herz begehrt ...“ Nach einer Pause sagt der alte Mann: „Weisst du, ich war auf der Erde ein Zimmermann und ich habe mir so sehr gewünscht, im Himmel meinen leider schon früher verstorbenen Sohn wieder zu treffen.“ Jesus kommen die Tränen. Er schliesst den alten Mann in seine Arme und schluchzt: „Papa!“ Und auch der alte Mann schluchzt und sagt: „Pinocchio!“

 


Kommt der Eine zum Anderen und sagt: „Du, ich muss dir einen Witz erzählen. Mosche Kahn und Yossele Rosenzweig gehen ...“ „Hör doch auf!“ fährt der Andere ihm ins Wort, “Ich habe genug von deinen jüdischen Witzen. Ich kann die von dir nicht mehr hören. Erzähl doch mal etwas Anderes! Einen chinesischen Witz vielleicht!“ „Kein Problem!“ sagt der Erste und erzählt: „Wei-Lung Hi und Chang-He Fei gehen miteinander zu einer Bar-Mizwah-Feier ...“

 


Da hat der Chefvertreter von Coca Cola eine Audienz beim Papst. Er hat ein für unsere Zeit nicht unübliches Anliegen. Er fragt nach, was es Coca Cola kosten würde, dass ihr Markenartikel ins „Vater unser“ aufgenommen würde: „Unser tägliches Brot und Coca Cola gib uns heute“. Der Papst ist total entrüstet. „Das ist das Gebet unseres Herrn. Er hat diese Worte formuliert. Da gibt es nichts hinzuzufügen! Was fällt Ihnen eigentlich ein?“ Da explodiert auch der Chefvertreter und meint: „Mich interessiert nur, was seinerzeit die Bäckervereinigung Jesus bezahlt haben, damit er ihr Produkt, das Brot, aufgenommen hat?“ 

 


Mitten in der Nacht klingelt im Ghetto die Polizei an einer Wohnungstür:
„Lebt hier Abram Isakowitsch?“
„Nein.“
„Ihr Name?“
„Abram Isakowitsch.“
„Sagten Sie nicht, er lebe nicht hier?“
„Nu – ich frage Sie: Nennen Sie das Leben?“

 


Der Pfarrer fragt im Religionsunterricht Hans: „Wer hat die Mauern von Jericho zerstört?“ Hans: „Ich weiss es nicht, aber ich war das auf keinen Fall!“ Erschüttert berichtet der Pfarrer dem Klassenlehrer von dieser blöden Antwort. Der Klassenlehrer meint: „Ich kenne den Hans gut. Und wenn er sagt, dass er es nicht war, dann glaube ich ihm das!“ Empört geht der Pfarrer zum Rektor und erzählt von diesem Vorfall. Daraufhin meint der Rektor: „Also, ich weiss nicht, warum sie sich so aufregen. Da holen wir doch einfach einen Kostenvoranschlag und reparieren diese blöde Mauer!“

 


Ein katholischer, ein reformierter Pfarrer und ein Rabbi unterhalten sich über die Frage, wann das menschliche Leben eigentlich anfängt. Der katholische Geistliche sagt: „Das Leben beginnt natürlich mit der Verschmelzung von Samen- und Eizelle.“ Der reformierte Pfarrer macht Einwände, so einfach sei das nicht. Doch der Rabbi meint, das sei doch klar. „Wenn die Kinder aus dem Haus sind und der Hund tot ist, dann beginnt das Leben.“

 


An einem schönen Tag im Paradies ruft Eva nach dem lieben Gott.
„Herr, ich habe ein Problem!“
„Was ist Dein Problem, Eva?“
„Herr, ich weiss, dass Du diesen herrlichen Garten für mich geschaffen hast mit diesen wunderschönen Tieren und der zum Schreien komischen Schlange, aber ich bin nicht glücklich!“
„Warum bist Du unglücklich, Eva?“ kommt die Frage von oben.
„Herr, ich bin einsam. Außerdem kann ich keine Äpfel mehr sehen.“
„Gut, Eva, in diesem Fall habe ich eine Lösung. Ich werde Dir einen Mann erschaffen.“
„Was ist ein Mann, Gott?“
„Ein Mann ist eine fehlerhafte Kreatur mit aggressiven Tendenzen, mit einem ausgeprägtem Egoismus und der Unfähigkeit sich einzufühlen oder Dir zuzuhören. Alles in allem wird er Dir eine schwere Zeit bereiten. Aber, er wird grösser, schneller und sehr viel muskulöser sein als Du, er ist ein ausgezeichneter Kämpfer, kann hervorragend Fussball spielen und er ist ausserdem ein geschickter Jäger und darüber hinaus ist er – in der Regel - ein guter Liebhaber.“
„Das klingt nicht schlecht,“ sagt Eva mit einem Lächeln, zog die Augenbraue hoch und fragte: “Und wo ist der Haken“?
„Du kannst ihn nur unter einer Bedingung haben!“
„Und wie wäre die, Gott?“
„Bitte, – so von Frau zu Frau –: Du musst ihn glauben lassen, dass ich ihn zuerst erschaffen habe!!“

 


Da soll der Papst das Zeitliche gesegnet haben. Nun steht er vor der Himmelstür und klopft. Petrus kommt heraus und fragt, um was es geht. „Ich bin der Papst!“ Damit kann Petrus nichts anfangen. Er bittet den Mann, der sich Papst nennt, um ein wenig Geduld. Dann geht er wieder in den Himmel zurück und meldet die Sache Jesus. Jesus geht dann vor die Türe und spricht mit dem Mann. Nach einer Weil kommt er allein in den Himmel und lacht ganz laut. Er hält sich an der Schulter von Petrus und sagt: „Du glaubst es nicht, den Fischerverein, den wir seinerzeit in die Wege geleitet haben, den gibt es noch immer!"

 


Ein Bäcker betet beim Gottesdienst mit gewaltigem Stimmaufwand. Da sagt ihm sein Nebenmann: „Glaub mir, mit kleineren Schreien, dafür aber mit etwas grösseren Brötchen würdest du beim lieben Gott besseren Eindruck machen.“

 


Unterhalten sich zwei kleine Mädchen. Sagt die eine: „Der Papst hat sich für ein Verbot der Antikonzeptionspille ausgesprochen.“
Fragt die andere erstaunt: „Was ist denn das, ein Papst?“

 


„Du, Papi, wie hat Gott es geschafft die Welt in nur sechs Tagen zu erbauen?“
Antwort des Vaters: „Er war nicht auf Handwerker angewiesen!“

 


Rabbi: "Chaim! Dein Sohn ist ein übler Sünder! Wo er ein Stück Schweinespeck sieht, beisst er hinein. Und wo er ein junges Mädel sieht, küsst er es ab!"
Darauf Chaim: "Oj, Rebbe! Er ist nebbich meschugge! Unsinn! Wenn er den Speck küssen und die Mädel beissen würde, dann wäre er meschugge. So ist er aber ganz normal!"

 


Jüdischer Kunde in einer Metzgerei:
„Ich würde gerne diesen Fisch kaufen!“
Metzger:
„Das ist aber ein Schinken!“
Jüdischer Kunde:
„Habe ich Sie nach dem Namen des Fisches gefragt?“

 


Ein Mann kommt zum Himmelstor... der Zugang wird ihm verweigert! Empört ruft er aus: "Ich habe jede Menge Kirchensteuer bezahlt und regelmässig gespendet, ich hab jetzt wohl das Recht, hier reinzukommen!"
Petrus ruft nach hinten:
"Gebt dem Mann sein Geld zurück und dann kann er gehen!"

 


Der Sohn fragt den Vater: „Papa, kannst du mir sagen, wer Hamlet war?“
„Schön, dass du fragst. Nur wer fragt, lernt. Und noch mehr lernt, wer selber sucht. Schlag doch selber in der Bibel nach!“

 

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