Wichtige Texte

Das «Unser Vater», die «Zehn Gebote» und das Apostolicum-Bekenntnis sind zentrale Texte im Glaubensleben der Reformierten. 

Unser Vater

Unser Vater im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Zehn Gebote

Präambel: Ich bin der Gott, dein Herr.

Erstes Gebot: Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

Zweites Gebot: Du sollst dir kein Gottesbild machen. 

Drittes Gebot: Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen.

Viertes Gebot: Gedenke, dass du den Sabbat heiligst.

Fünftes Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren. 

Sechstes Gebot: Du sollst nicht morden.

Siebtes Gebot: Du sollst nicht ehebrechen. 

Achtes Gebot: Du sollst nicht stehlen.

Neuntes Gebot: Du sollst kein falsch Zeugnis reden.

Zehntes Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau/deines nächsten Haus.

 

Apostolicum

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

 

Für das reformierte Selbstverständnis wichtig ist auch die Barmer Theologische Erklärung von 1934. Sie war ein Positionsbezug gegen die gleichgeschaltete evangelische Kirche der Deutschen Christen während des Nationalsozialimus. Massgeblich mitbeteiligt war der Schweizer reformierte Theologe Karl Barth.

Für das Selbstverständnis der protestantischen Kirchen untereinander ist die Leuenberger Konkordie von 1973 wichtig. Die Konkordie ist eine theologische Erklärung lutherischer, reformierter, unierter, methodistischer und weiterer Kirchen.

Die reformierte Kirche ist aus historischen Gründen bekenntnisfrei. Hintergründe dazu auf der Site der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Momentan wird diskutiert, ob die Reformierten wieder ein gemeinsames Bekenntnis einführen sollen. Weitere Informationen dazu sowie eine Auswahl reformierter Bekenntnisse sind auf der Site ref-credo.ch zu lesen.

Die Bibel kann online auf der Site www.die-bibel.de, dem Bibelportal der Deutschen Bibelgesellschaft, gelesen werden. Unter anderem finden Sie dort den Text der Zürcher Bibel von 2007.

Zurück zur Übersicht.


Diesen Artikel mit anderen teilen:

 

ref.ch auf Twitter