Der reformierte Pfarrer Marc Lauper ist zufällig beim Radio gelandet. Nach sechs Jahren in Kanada kam er 1998 zurück in die Schweiz und wurde angefragt, ob er beim damaligen «Radio Emmen» Radiopredigten halten würde. Er sagte zu und über ein Jahrzehnt später engagiert er sich als Verwaltungsratspräsident für dessen Erhalt.
Patricia Dickson - Sein Engagement als Pfarrer beim «Radio Heimatklang»erklärt Lauper gegenüber «ref.ch» damit, dass er während seiner Pfarrtätigkeit in Kanada erkannt habe, wie dringlich die Frage nach dem eigenen Profil ist. Durch die vollständige Trennung von Kirche und Staat war der Pfarrer dort automatisch ein Teil des «Supermarkts der Wahrheiten». Er musste sich überlegen, wie er die Leute abholen will, was seine Spezialität ist. Auch ökumenische Projekte waren längst nicht so selbstverständlich wie in der Schweiz, wo die Landeskirche noch relativ geschützt sei.
Bei Radio Heimatklang kann Lauper die Zuhörer sehr gezielt abholen, indem er volkstümliche Predigten für volkstümliche Zuhörer bietet. Er ist dort in der privilegierten Situation, die Radiopredigt während der populären Sonntagssendung «Buurezmorge» senden zu können. Die Sonntagspredigt wird von verschiedenen Pfarrerinnen und Pfarrern aus der Region gehalten und erreiche über Internet und Kabel jeweils etwa 15000 Zuhörer. Für ihn hat die Kirche bei Radio Heimatklang einen festen Platz.
Die Sonntagspredigten auf Radio Heimatklang sieht Lauper in einer ganz anderen Liga als diejenigen auf Radio DRS, einerseits weil sie sich sprachlich und inhaltlich gezielt an ein ländliches Publikum wenden und andrerseits, weil sie eher «low budget» seien.
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