Die Dargebotene Hand ist seit vergangenem Herbst auf Facebook und diskutiert nun mit dem Netzwerk, wie man suizidgefährdeten Nutzern helfen kann.
ref.ch - Für die USA und Kanada gibt es auf Facebook bereits eine Funktion, mit der Nutzer Facebook-Freunde melden können, die sie als suizidgefährdet einstufen. Die gemeldete Person erhält daraufhin eine Mail mit einem Link zu einer Beratungsstelle, die telefonisch oder im Chat kontaktiert werden kann. Franco Baumgartner, Geschäftsführer des Schweizer Verbandes der Dargebotenen Hand, findet diese Funktion sinnvoll. Die Dargebotene Hand sei zurzeit mit Facebook in Kontakt, um ihre Suizidprävention auf das Social Web auszuweiten, wie er gegenüber ref.ch bestätigt, Konktreteres wisse man im März. Bei einer Zusammenarbeit müssten Datenschutz und Anonymität jedoch gewährleistet sein.
In Europa lässt sich die Meldefunktion aus Datenschutzgründen nicht identisch umsetzen. Es gibt zwar im Hilfemenü von Facebook eine Liste mit Anlaufstellen in verschiedenen Ländern, diese ist jedoch nur schwer auffindbar. Die Schweiz ist darauf nicht aufgeführt.
Zurzeit befindet sich die Dargebotene Hand in der Pilotphase bei der Nutzung sozialer Plattformen. Die Telefonseelsorge sammelt auf ihrer Facebook-Seite erste Erfahrungen. Im April werde man das weitere Vorgehen im Social Web mit den Regionalverbänden besprechen.
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