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«Die Gymi-Aufnahmeprüfung machte ich im Luftschutzkeller»Pfarrer, Jahrgang 1923, Kanton Aargau (Name der Redaktion bekannt) Wir Bauern haben es gut Weg von daheim, ins Haus der Tante 1940 im Frühjahr eröffneten Hitlers Armeen die Westfront und besetzten nach schnellen Blitzkriegen Holland, Belgien, Luxemburg und einen Teil von Frankreich. Meine Tante, ausgesprochen frankreich- und englandfreundlich gesinnt, wurde durch den Sieg der verhassten Deutschen in grosse Traurigkeit gestürzt und verlor ihre besten Kräfte. In der Folge ertrug sie schlecht, dass der Onkel und ich (Deutschschweizer!) in ihrer Stube Radio Beromünster hörten. Sie beschimpfte uns: «Vous, les boches!» Als Folge des deutschen Erfolgs im Westen wuchs in der Schweizer Bevölkerung und erst recht im Grenzgebiet die Befürchtung, die Hitlerarmee setze ihren Siegeszug Richtung Schweiz fort. Viele Basler brachten sich Richtung Innerschweiz in erhoffte Sicherheit. Auch das Geschäft, in dem mein Onkel als Kaufmann arbeitete, evakuierte nach Engelberg; meine Gastgeberfamilie zog mit. Allein blieb ich im Haus zurück. Vor allem nachts hörte ich vom nahen Frankreich her Kriegslärm. Nach 14 Tagen kehrten Tante und Cousine nach Hause zurück, während der Onkel bis zur Rückkehr des Geschäftes oben bleiben musste. Die Nerven der Tante lagen ob des darnieder liegenden Westens blank. Opfer des Kriegsverlaufs Hier noch drei Erinnerungen aus Basel:
Heute noch bewahre ich im Schreibpult einen Bombensplitter auf, den ich am Tag nach der nächtlichen Bombardierung von Basel (ca. 1943) aus einem Baumstamm der Gundeldinger Allee herausgelöst habe. © Reformierte Medien und Autor |
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