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Der Kirchenbund bremstDas «Werkbuch Bekenntnisse» sollte schon seit Mitte Juli bei den Kirchgemeinden und Pfarrpersonen sein. Die Auslieferung wurde verschoben, weil der Kirchenbund das Projekt überarbeiten lässt. Der Leiter der ursprünglichen Initiativgruppe, Matthias Krieg, ist enttäuscht. Von Matthias Böhni * 3800 deutsche und knapp 1000 französische Exemplare des «Werkbuchs Bekenntnisse» sind gedruckt. Das sind rund zwei Tonnen Papier, die nun aber nicht ausgeliefert werden, sondern Lagerkosten verursachen. Laut der Initiativgruppe des Werkbuchs hätte es an Calvins Geburtstag, am 10. Juli 2009, an Kirchgemeinden und Pfarrpersonen verteilt werden sollen. An der Abgeordnetenversammlung (AV) am 15. Juni in Bern übergab die Gruppe das Projekt dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK), der eine gesamtschweizerische Vernehmlassung einleiten sollte. Die «Neue Zürcher Zeitung» und das «St. Galler Tagblatt» berichteten in der Folge über das ambitionierte Projekt. Nun ist es zeitlich ins Stocken geraten. Der Leiter der Initiativgruppe, Matthias Krieg, verantwortlich für die kirchliche Erwachsenenbildung in Zürich, ist mehr oder weniger desillusioniert: «Ich habe zwölf Jahre an diesem Projekt gearbeitet, viele Personen sind inzwischen landesweit beteiligt, die Finanzierung war gesichert und alles mit dem SEK vorbesprochen.» An der AV sei die Initiativgruppe sehr glücklich gewesen, dass das Projekt vom Kirchenbund und den Kantonalkirchen o unterstützt worden ei (RP 25/09). Der «hohe Tonus», den die Initiativgruppe ntwickelt habe, sei un dahin. Einige Pfarrerinnen nd Pfarrer hätten schon starten ollen, und viele fragten sich nun, o Krieg, wo das Werkbuch bleibe. Engefädelte Termine mussten mit entsprechenden Rückmeldungen» abgesagt werden. Die erlage meldeten, sie würden eigentlich eine Bücher machen, ie in der Auslieferung vergilbten. uch die für das Projekt wesentliche ite www.ref-credo.ch ruhe eit dem 15. Juni. Ihm komme es or, als wolle der SEK dieses Projekt icht durchführen. Mit dem Nichtausliefern an die Kirchgemeinden nd Pfarrpersonen jedenfalls ei der Zeitplan in Schieflage eraten. Krieg werde sich ermutlich zurückziehen. Und: Ohne den SEK würde das Projekt nun laufen.» Reaktion des SEK Er hat deshalb eine Steuergruppe beauftragt, das Projekt zu überarbeiten. In dieser Gruppe soll gemäss Weber auch Matthias Krieg Einsitz nehmen. An der Konferenz der Kirchenpräsidien im August sei dies den Kirchenrats- und Synodalratspräsidentinnen und –präsidenten mitgeteilt worden. Bekenntnisse in der Romandie? Der Rat SEK hat nun gemäss Simon Weber das Projekt in drei Phasen aufgeteilt. «In einer ersten suchen wir die Zustimmung der Kirchenräte. Ohne ihre Unterstützung wird eine solche Vernehmlassung nicht möglich sein», sagt er. An der AV hätten die Kantonalkirchen erst die Motion dazu überwiesen, was nicht gleichbedeutend mit einer generellen Unterstützung sei. Sobald die Zustimmung der Mitgliedkirchen vorliege, würden die Werkbücher verschickt. Der Rat SEK hoffe, dass dies bis Ende Oktober geschehe. Mitverschickt werde auch eine Anleitung zur Arbeit mit dem Werkbuch. In der zweiten Phase im Frühling 2010 wolle man voraussichtlich eine Tagung machen mit Multiplikatoren. Dazu werde ein neuer Fragebogen zum Werkbuch verfasst. «Die jetzigen Fragen auf der Site ref-credo.ch sind zu vage gestellt und könnten auch überfordern. Wir wollen sie zielgerichteter formulieren.» In der dritten Phase würden die Fragebögen ausgewertet, und bis 2019 könnte dann ein gemeinsames reformiertes Bekenntnis entstehen. Matthias Böhni ist Redaktor der Reformierten Presse. Quelle: Reformierte Presse 37/09 |
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