Evangelisch-reformierte
Kirchgemeinde Buchs ZH
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Gemeinsam etwas bewegen

Gesellschaftliche Bedeutung der Freiwilligenarbeit sichtbar machen und die Anerkennung des freiwilligen Engagements optimieren. Diese Ziele übernimmt die schweizerische Kampagne für das vom Europarat ausgerufene «Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011». Der Kanton Zürich setzt dazu folgenden Gedanken und Schwerpunkt: «Freiwilliges Engagement ist sinnvoll und macht Freude» und «Geben Sie den Freiwilligen 2011 ein Gesicht.» In der Kirchenpflege Buchs haben wir diese Gedanken unterstützt und sind uns des überaus grossen Wertes der Freiwilligenarbeit für unsere Gesellschaft bewusst. An dieser Stelle deshalb ein ganz herzlicher Dank an sämtliche Freiwilligen, die in unserer Gemeinde und Kirchgemeinde mit Wort und Tat in irgendeiner Form mithelfen. Stellvertretend für alle Freiwilligen folgt ein Interview mit Karin Frick zum Besuchsdienst:

Karin, was weisst du über das Enstehen des Besuchsdienstes?
Dieser wurde durch Helga Cloos (Pfarrfrau) ca. 1990 gegründet. Sie hat Freiwillige gesucht und auch gefunden. Diese konnten auch bald darauf einen Intensivkurs besuchen und damit Kompetenzen und erste Erfahrungen sammeln.

Wie bist du selber dazu gekommen?
Als Mitarbeiterin bei der Spitex in Buchs war ich in Kontakt mit Vreni Gysel und bin 1998 von ihr angefragt worden. Ich habe spontan zugesagt, da ich ja bereits Kontakte mit älteren Leuten durch die Spitex hatte.
Freiwilliges Engagement

Welche Personen werden von Euch besucht?
Ältere Leute in der Gemeinde, Personen mit körperlichen Einschränkungen, Altersheim- und Pflegeheimbewohner.


Was ist das Ziel der Besuche?
Zeit mitbringen – zuhören können, um so Vereinsamung zu verhindern. Gemeinsam etwas zu bewegen. Als besonders treffend möchte ich das Zitat im Furttaler von Käthy Hofmann bekräftigen: «Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind. Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen!»

Welche Formen der Kontakte finden durch Euch statt?
Hausbesuche, gemeinsame Spaziergänge, Walken, Teilnahme in einer Jassrunde, Fahrdienste, kleine Ausflüge. Ein Mitglied unseres Besuchsdienstes leitet zusätzlich das ProSenectute Fit/Gym – Fitness und Gymnastik für Frauen 60+. Neue Turnerinnen sind herzlich willkommen.

Was erlebst du bei den Besuchen?
Die Freude ist meistens sehr gross. Es braucht wenig, damit die Besuchten erfreut sind. Für jemanden da sein, der oft alleine und einsam ist und damit das Gefühl der Wertschätzung zu geben, ist motivierend, und ich erlebe dies selber als Bereicherung.


Welche weiteren Aktivitäten finden in der Besuchsgruppe statt?
Wir treffen uns vier bis fünf Mal im Jahr zum Austausch und für das Einbringen von Anliegen. Das jährliche Angebot von Weiterbildungen durch die reformierte Landeskirche und vom Zusammenschluss der Besuchsdienste im Furttal wird gerne genutzt. Alljährlich findet ein gemeinsamer freiwilliger Ausflug statt.


Hast du noch Gedanken, die du uns weitergeben möchtest?
Ich denke, dass das Zwischenmenschliche in unserer Gesellschaft oft zu kurz kommt. Gerade deshalb wird der Besuchsdienst umso mehr geschätzt. Wir schätzen es sehr, als Freiwillige alljährlich bei der Mitarbeiterandacht und dem gemeinsamen Essen eingeladen zu werden. Unser Wunsch wäre es auch, neue Leute für diese wertvolle Freiwilligenarbeit zu gewinnen. Wichtig ist auch zu erwähnen, dass alle Kontakte und Gespräche selbstverständlich der Schweigepflicht unterliegen.


Das Interview mit Karin Frick
als Verantwortliche für
die Besuchergruppe Buchs
führte Felix Langmeier.

Datum: 25.11.2011